Neue Regeln – Sperre nach gelb/roter Karte

Zum 01.07.2013 sind die Änderungen auch im FLVW in Kraft getreten, die schon vor einiger Zeit im Fußballbereich diskutiert wurden.

Im westfälischen Amateurfußball zieht eine Gelb-Rote Karte zukünftig eine Sperre nach sich. Dies hat der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV), dem der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) angehört – heute in seinen Amtlichen Mitteilungen veröffentlicht. Mit Wirkung vom 1. Juli 2013 werden Spieler und Spielerinnen, die nach einer „Ampelkarte“ vorzeitig das Feld verlassen müssen, für die nächste Partie gesperrt.

Ab sofort, dies gilt auch nach Vorbereitungs-/Freundschaftsspielen gilt, dass nach einer gezeigten gelb/roten Karte der Spieler für 1 Woche (jedoch höchsten 1 Pflichtspiel) gesperrt ist.

Neu ist auch, im Meisterschaftsspielbetrieb ab der Saison 2013/2014 gilt, dass in einem Spiel der Kreisligen B – D bis zu 3 Spieler ausgewechselt und dieselben Spieler wieder eingewechselt werden können. Wichtig: Bei den Meisterschaftsspielen der A-Liga oder höher gilt diese Regelung nicht!

Die FIFA hat drei Präzisierungen vorgenommen. Die Änderung der Abseitsregel definiert genauer, wann ein Spieler aktiv ins Spielgeschehen eingreift. Bisher konnten schon Bewegungen oder Gesten ausreichen, damit der Schiedsrichter von einer Störung ausgeht und Abseits pfeift. Das hat zu einem großen Interpretationsspielraum bei der Bewertung geführt. Nach der neuen Definition greift ein im Abseits stehender Spieler erst ins Spielgeschehen ein, wenn er einen Abwehrspieler, der den Ball spielen will, attackiert bzw. unter Druck setzt. Eine reine Irritation reicht nicht mehr aus.

In der zweiten Präzisierungen geht es darum, zwischen einer absichtlichen und einer unabsichtlichen Aktion des Abwehrspielers zu unterscheiden. Dies ist insofern von Bedeutung, als dass durch eine absichtliche Aktion des Abwehrspielers eine ursprüngliche Abseitsstellung aufgehoben wird, da der Ball vom Gegner kommt. Wird ein Abwehrspieler hingegen angeschossen und der Ball prallt ohne sein eigenes Zutun von ihm ab, findet keine Neubewertung der Abseitssituation statt.

Auch bei Notbremsen durch den Torwart passen der DFB den von der FIFA vorgegebenen Regelungen an. In der Vergangenheit haben die Schiedsrichter den Torhüter, wenn er in einer torwarttypischen Aktion zum Ball ging, diesen aber verfehlte und den Gegenspieler zu Fall brachte, nur verwarnt. Künftig wird der Torhüter dem Feldspieler hier komplett gleich gestellt, das heißt eine Notbremse zieht automatisch einen Feldverweis nach sich.